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ThemaNeues LGB 1.2m Geleise mit Problemen21 Beträge
RubrikGleisbau
 
AutorPius8 J.8, Arizona / USA321487
Datum19.06.2020 01:066911 x gelesen
Seit zwei Wochen bin ich wieder im Garten beschaeftigt mit der Gartenbahn und die Erdarbeiten sind fast abgeschlossen sodass ich schon ans verlegen der Geleise denken kann. Sobald ich wieder neuere Fotos habe werde ich etwas dazu schreiben.
In letzter Zeit habe ich einige Schachteln der 1.2m LGB Geleise dazugekauft zumal geplant ist 1000 Fuss (304m ) Geleise in der neuen Anlage zu verlegen. Zumal ich sicherstellen will dass ich genuegend Schraubverbinder habe war gestern der Task alle Schienenstuecke mit den Schraubverbindern auszuruesten.

IZCRgve.jpg

Auch die brandneuen 1.2m Geleisestuecke werde ich mit den Schraubbarenverbindern nachruesten, und als ich das erste Stueck Geleise auf den Arbeitstisch legte ist mit gleich aufgefallen dass die Orginalverbinder inkorrekt montiert sind. Unten ein Bild welches das Problem zeigt.
g6GRl5n.jpg
Zuerst habe ich gedacht dass ich nur ein fehlerhaftes Geleise habe, beim auspackewn der restlichen Schachteln musste ich aber lernen dass in jeder Schachtel 1 bis 4 Geleise fehlerhaft sind. Die orginal LGB Verbinder sind total aus der Mitte montiert, sodass es unmoeglich waere das Geleise zusammen zu stecken. Manchmal sind die Orginalverbinder 12mm ofset montiert, manchmal auch nur einige Milimeter. Ich denke jedermann kann sich selber vorstellen wie das ausehen wird wenn solch ein Geleise zusammengebaut wird. Im Deutschen Google habe ich nachgeschaut ob jemand schon ueber diese Probleme berichtet hat, leider war nichts zu diesem Thema zu finden.
Eigentlich waeren die falsch montierten Verbinder schon ziehmlich schlecht, aber leider wurde es noch schlimmer. Einige der Laschen welche in der Schwelle sitzen sollten, waren ausserhalb der Schwelle montiert. Unten ein Bild von diesem Problem.
iKO0Oa8.jpg
In der Vergangenheit habe ich nie solche Probleme an irgend einem LGB Geleise vorgefunden. Nach einer kurzen Inspektion des neuen LGB Geleisematerials war klar wiso LGB nun solch fehlerhaftes Material liefert. Das LGB Geleise ist eher teuer, so ein Preisaufschlag waere nicht eine gute Idee. Zumal ein Preisaufschlag nicht eine gute Idee ist hat jemand in LGB ueberlegt wie man das Geleise guenstiger herstellen kann. Unten ein Bild welches zeig wo Einsparungen gemacht wurden. Frueher hatt LGB alle 30cm eine Messingklammer angebracht welche die Schwellen in Position gehalten hat. Heute ist ein wesentlich einfacheres Teil verwendet welches den Geleisestrang nicht mehr in Position haelt. Mit dem neuen Teil eingebaut kann das Schienenprofil sich ungegindert bewegen. Unten ein Bild welches die neuen Messingteile zeigt.
cgBSHuG.jpg
Normalerweise habe ich null Probleme damit wenn eine Firma versuch die Produktion efizienter zu machen, solange die Qualitaet nicht leided. Zum Glueck verwende ich schraubbare Verbinder, aber sobald jemand versucht die Orginal LGB Verninder zu verwenden, wurden die AMIS sagen dass er SOL ist ( Shit out of Luck).
Zumal ich Schraubare Verbinder verwende ist ein Teil des Problemes geloest. Ich habe aber immer noch Bedenken mit diesen losen Schienenstraengen. Im schlimmsten Fall koennte es geschehen dass einer der zwei Straenge ploetzlich wegdriftet, dass ploezlich ein Strang laenger wird. Well, ich denke dass ich einfach sehr vorsichtig sein muss wenn ich das neue Geleise montiere.
Eigentlich wollte ich nicht eine Dritte Version Geleise in meiner Anlage einbauen, aber zumal das teuerste Geleise nun solch eine Qualitaetseinbusse hat war fuer mich klar dass ich anderstwo einkaufen werde. Das Piko Geleise ist optisch fast identisch aber wesentlich guenstiger. Schon bei den Weichen habe ich zu Piko gewechselt weil im Vergleich haben Piko Weichen besser abgeschlossen. Vor einer Weile habe ich hier im GBF schon einen Beitrag geschrieben welcher die zwei Weichen vergleicht. Mittlerweile habe ich vier Schachteln mit 1.2m Pikogeleise bestellt, und sobald diese eintreffen werde ich einen Vergleich machen und das Resultat hier im GBF posten.

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AutorHors8t L8., Bregenz / Österreich321488
Datum19.06.2020 10:126134 x gelesen
Hallo Pius,

wenn du so viel Gleis neu kaufst, sieh dir doch mal die LEBU-Gleise in 3 m Länge an.

https://www.zueriwerk.ch/produkte-dienstleistungen/allerlei/lebu-flexgleis/.

Der Versand wird sicher einiges kosten, aber der Vorteil von langen Gleisstücken ist groß.

LG Horst

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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321489
Datum19.06.2020 15:446254 x gelesen
Hallo Horst.
Herzlchen Dank fuer Deinen Hinweis zu LEBU.
Zumal ich oefters in der Schweiz bin kenne ich das LEBU Geleise. Vor Jahren habe ich mich speziell fuer das rostfreie LEBU Flex Geleise interesiert. Ein Geleise mit rostfreiem Stahl waere schon eine tolle Sache, nur musste ich leider lernen dass LEBU Geleise halt nicht wirklich rostfrei sind.
Die Idee war auch in Radien nicht kurze Stuecke zu verwenden. Ich habe dann zehn 1.5m Geleise gekauft und im Flugzeug als Handgepaeck nach USA transportiert. Zuhause habe ich dann ein Biegegeraet gebaut um das Flexgleise sauber zu biegen. (Siehe Pic) Ich glaube dass irgendwo im GBF sogar ein Postig ist ueber das Biegegeraet das ich dazumal hergestellt habe. Der erste Versuch war sehr erfolgreich nur ist es fast unmoeglich LEBU Geleise hier in USA zu kaufen, und wie Du schreibst ist Shipping sehr teuer. So das ganze Vorhaben blieb bei einem Versuch.
rzGIww8.jpg68lobb3.jpg
Die zehn LEBU chromstahl Geleise verwende ich heute nur in Abstellstrecken zumal diese stark rosten. Als Mechanik Meister bin ich bewusst dass es sowas wie eine Galvanische Oxidation gibt. Sobald Leitende Metalle (Messing Schienenverbinder und Stahl mit etwas Chrom) gemischt werden und auch Wasser im Spiel ist wird Die Galvanische Oxidation ein Thema. Wenn man 300m Geleise hat ist es muesahm nach Strom Unterbruechen zu suchen, und deshalb suche ich immer nach der best moeglichen Loesung. Der Rost war dann fuer mich das endgueltige out fuer any LEBU geleise.
bKNzlvp.jpg

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AutorHors8t L8., Bregenz / Österreich321490
Datum19.06.2020 18:416068 x gelesen
Hallo Pius,

ich habe nur das Messinggleis verwendet und das liegt schon ca 20 Jahre im Garten und ist lediglich gleich angelaufen wie die LGB-Gleise. Radien habe ich auch mit einem selbstgebauten Biegegerät gebogen und mit Schienenverbinder Messing mit Stahlschrauben Innensechskant (Mayer) verbunden.
Hält nach wie vor einwandfrei, reinigen ist sowieso notwendig, gleich welches Gleis man verwendet.

LG Horst

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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321491
Datum19.06.2020 21:506157 x gelesen
Hey Horst,
Messing Geleise und Messing Schraubverbinder haben bislang auch auf meiner aussen Anlage gehalten. Deine Meyer Schraubverbindungen sind mit vier Schrauben welche auf den Gleisfuss Druecken, Right?

Es gibt mittlerweile so viele Hersteller und jeder Typ Verbinder hat so seine Vor und Nachteile. Die meisten Verbinder sind gut genug fuer Innenanlagen, sobald die Anlage im freien ist aendert sich einiges und nur einige davon werden eine konstante sichere Verbindung machen. Wenn ich die Piko Aluminium Verbinder anschaue denke ich dass Piko noch nie von etwas von galvanischer Oxidation gehoert hat. Man kann im Google mit diesem Namen einiges finden. Hier ein Link zu einer interesanten Webpage in welcher viele Verbinder beschrieben werden.
https://www.massoth.de/wp-content/uploads/2018/06/GB_0217_Schienenverbinder.pdf

Fuer meine neue Anlage verwende ich so um die 600 Schraubverbinder. Ich habe mich fuer die dreiteiligen Split Jaw Verbinder entschieden. Orginal sind diese mit Bruenierten Stahlschrauben ausgeruestet, ich habe aber die Schrauben mit Rostfreien Stahlschrauben nachgerustet. Die ersten 250 Stueck habe ich gekauft, den Rest habe ich in meiner Werkstatt selber hergestellt.
IVoPQc4.jpg
Auch diese dreiteiligen Verbinder haben vor und nachteile. Ein Vorteil ist dass ungleich breiten Schienenfuesse richtig (seperat) eingeklemmt werden. Wenn LGB oder Piko die Orginalverbinder mit einem Spitzenzabdruck montiert, Waechst der Schinenfuss bis zu 0.4mm. Die ungleich weiten Schienenfuesse machen dann Probleme wenn zweiteilige Verbinder verwendet werden. Ich denke jedermann kann sich selber vorstellen was pasier wenn zweiteilige Verbinder und ungleich breite Schienenfuesse vorhanden sind.
Die Orginal Split Jaw verbinder haben auch kleine Probleme. Die Schwalbenschwanz Ausfraesung ist leider nicht tief genug, und in der Spitze ist ein Radius welcher nicht unbedingt hilfreich ist beim vollen umklammern des Schienenfuss. Unten ein Bild das meine Version zeigt mit scharfer Ausfraesung und die orginal Split Jaw mit den Radien.
gy22c16.jpg
Ein weiters Problem ergibt sich wenn man die Schrauben zu stark anzieht. Die Zeichnung unten zeigt was passiert wenn Schrauben zu stark angezogen werden. Wird das anziehen der Schrauben wirklich uebertrieben verbiegen sich sogar die Schrauben und im Ende kann der Schienenfuss leichtens aus dem Schwalbenschanz entweichen.
Fs6S9cL.jpg
Letzte Woche habe ich nochmals meine 250 Orginal Jaw Clamps nachgefraest, ich habe die Schwalbenschwanz Fraesung 0.5mm tiefer gemacht und auch den Radius weggelassen. Nun kann ich mit gutem Gewissen auch diese Verbinder verwenden.

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AutorHors8t L8., Bregenz / Österreich321492
Datum20.06.2020 10:306132 x gelesen
Hi Pius,

ja, die Verbinder drücken auf den Gleisfuss. Leider sind diese nicht mehr zu bekommen, die jetzt von einem anderen Hersteller gelieferten sind kürzer.
Deine Ausführungen sind wie immer exzellent, aber leider hat nicht jeder technische Kenntnisse und eine eigene Werkstatt.

Schönes Wochenende, Horst

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AutorRein8hol8d B8., GeislingerSteige / 321493
Datum25.06.2020 08:125984 x gelesen
Hallo Pius,
schaut alles sehr gut aus bei dir - wie immer :-)

Ich habe mir damals die Hillman Railclamps besorgt (zweiteilig), die ich seinerzeit für die besten gehalten habe, weil sie den LGB-Schienenfuss quasi schneidend ganz fest umschlossen: man hat die Kratzspuren im Messing gesehen, wenn man mal einen wieder entfernen wollte, liessen sich besser erst mit einer Zange zusammendrücken als gleich die Schrauben anzuziehen.
Leider vom Markt verschwunden - weiss jemand Näheres dazu?

Have biG fun with biG trains !!

Reinhold

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AutorKnut8 S.8, Ontario / Canada321494
Datum28.06.2020 10:316031 x gelesen
Ich hab' gerade mal wieder ins Forum geschaut, mache ich so einmal im Monat mehr oder weniger.

Was Hillman Railclamps anbetrifft -

Hillman hat sich zur Ruhe gesetzt und sein Geschäft und Produktion an Silvergate verkauft, so um 2007/2008
Silvergate ist doch ein Begriff LGB Pleite damals und Silvergate ehm LGBofAmerica

Silvergate verkaufte Hillman Clamps von 2008 bis ca Nov. 2010
Silvergate hat dann auch Schluß gemacht und Hillman hat das Produkt zurückgekauft um es später, so um 2011 an Alan Steward zu verkaufen.
Der hatte Probleme mit der Qualität seiner Produktion die er erst in 2013 in Griff bekam aber dann scheint es zu spät geworden sein - Kunden haben railclamps von anderen Herstellern gekauft.
Mitte 2014 ist dass Alan Steward's Hillman Clamps Webseite verschwunden.

Heute findet man Hillman Railclamps ab und zu bei Ebay

Kurze grobe Übersicht mit ein paar ca Daten.

Schönen Gruß

Knut

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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321509
Datum25.07.2020 05:535555 x gelesen
Korrektur zu verhergehenden Beschreibung:
Wenn ich die Piko Aluminium Verbinder anschaue denke ich dass Piko noch nie von etwas von galvanischer Oxidation gehoert hat.

Mein Hinweis dass Piko Schienenverbinder aus Alu gefertigt sind ist basierend auf fehlender Materialbeschreibung und einem Foto von Piko das den Verbinder zeigt. Im Foto ist gut ersichtlich dass das Teil aussen gelb eingefertigt ist. In der Aussparung fuer den Schienenstrang ist dann aber eindeutig Aluminium zu sehen. Ich denke dass jemand aus Zeitgruenden einfach mal ein Handmuster fotografiert hat.
KcXIfE7.jpg

In den letzten paar Tagen habe ich noch einiges an Geleise dazugekauft und nun reichen die Schienenverbinder welche ich an Lager habe nicht aus und ich habe im Moment keine Zeit nochmals Schienenverbinder selber herzustellen. Die Split Jaw Clamps werden nicht mehr hergestellt, deshalb habe ich im Internet fuer einen Ersatz gesucht. Wieder habe ich die Piko Schienenverbinder gefunden, nur war dieses mal der Hinweis dass diese aus "Virgin Brass" hergestellt sind. Obwohl ich immer noch nicht ganz sicher war welches Material nun verwendet wird, habe ich einfach mal 20 Stueck bestellt.

Heute sind die 20 Stk Schienenverbinder mit der Post eingetroffen. Schon beim auspacken war klar dass diese Teile nicht aus Strang gezogenem Messing hergestellt sind, die Farbe war schon mal ganz anderst. Auch im Foto unten sieht man dass die Teile eine Farbe wie reines Kupfer haben,

5RjUUCh.jpg
Beim Untersuchen der Teile unter einer starken Lupe habe ich nochmals Hinweise gefunden wie das Teil hergestellt wird. Der Piko Name und die Teilenummer als auch die Stirnseite zeigten dass die Teile mit einer Form hergestellt wird. Die Eher Poroese Oberflaeche hat mich dann ueberzeugt dass die Teile Gesintert sind.
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Gesintertes Metall ist bruechig wie zb Guss, und zeigt dann an der Bruchstelle eine Koernige Struktur. Um ganz sicher zu sein dass es sich um gesintertes Material handelt konnte ich nicht widerstehen den letzten Versuch auch noch zu machen. Im Schraubstock eingespannt und ein Schlag an der Seite war schon genug um das Teil zu brechen. Und wie vermutet hat sich dann auch die Koernige Bruchstelle gezeigt.
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Well, nun ist schon mal klar dass die Teile gesintert sind. Gesinterte Teile sind aus Pulverisiertem Metall hergestellt. Die Pulverisierten Metalle werden in eine Form eingefuellt und mit Druck und Hitze wird das Teil geformt. Meistens verwendet man Metalle mit verschiedenen Schmelzpunkten. Das Metall mit dem niedrigeren Schmelzpunkt schmilzt zuerst und umschliesst die Koerner des Metalls mit dem hoeheren Schmelzpunkt. Zumal dieser Prozess in einer geschlossenen Form vorsich geht entsteht ein Formgenaues Teil.
Schoen waere zu wissen welche Metalle verwendet werden, Virgin Brass ist vielleicht nicht die beste Beschreibung und erlaubt auch nicht zu beurteilen wie sich das Material ueber laengere Zeit verhaelt.

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AutorA G.8, Lindlar / 321510
Datum25.07.2020 14:445430 x gelesen
Hi Pius,

habe stellenweise die Dinger seit 5 Jahren im Garten. Es ist Guß, augenscheinlich irgend eine Messinglegierung, laufen zumindest ähnlich über die Jahre an. Die Stabilität ist bei mir ausreichend, die Größe der 35293 aber nicht, die sind oft zu kurz, um 2 Profile sicher zu halten. Nervig sind auch die recht kleinen Schrauben. Praktisch sind aber die größeren Klemmen 35294, die man um den Standardverbinder klemmt. Damit kann man schnell mal ein Standardgleich irgendwo einsetzten ohne den vorhanden Verbinder abziehen zu müssen und das hält (mechanisch und elektrisch) dann auch auf Dauer gut (zumindest bei mir). Sonst (Flexgleise) greife ich aber lieber auf andere Verbinder zurück (z.B. Baumann).

VG.,

Andreas

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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321511
Datum25.07.2020 18:315448 x gelesen
Hallo Andreas,
Gut zu hoeren dass Du die Piko Schienenverbinder schon seit 5 Jahren verwendest, bislang habe ich nirgends Langzeiterfahrungen gesehen.

Zum Thema Guss: Waeren die Piko Teile in einer Gussform hergestellt wuerde man irgendwo eine bearbeitete Flaeche sehen, zumal bei jedem Gussteil muessen die Fuellstuzzen entfernt werden. Fuellstuzzen sind ein Muss fuer Fluessiges Metall (Guss). Bei Gesintertem Metall sind keine Fuellstuzzen noetig, zumal Der Prozess total unterschiedlich ist.

Die kleinen M2 Chronstahl Schrauben und das unbekannte Material sind fuer mich auch nicht gut genug. Bei Anlagen die in Raeumen aufgestellt sind vielleicht gut genug. Bei Aussenanlagen ist die Tendenz dass Folks auf dem Geleise gehen, so ganz andere Belastung an den Schienenverbindern.

Die Baumann Verbinder kenne ich auch, diese sind devenitiv aus Messing hergestellt, mam muss nicht raezelraten was das Material ist. In der Piko USA Webpage wird das Material mit Virgin Brass definiert. Brass auf Deutsch ist Messing, so ich habe echt muehe mit dieser Angabe.
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Die Baumann Verbinder sind schon mal wesentlich guenstiger. Piko $2.5 per Stueck, Baumann $1.5. Die Baumann Verbinder sind mit M2.5 Schrauben ausgeruestet was es schon mal viel einfacher macht die Teile zu montieren. Einige meiner Baumann Verbinder habe ich sogar mit M3 Chromstahl Schrauben nachgeruestet was noch besser ist.

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Mittlerweile habe ich nochmals ein paar Meter des 6x8mm Messing Profil bestellt, ich werde nochmaqls einen Tag lang die 150Stk Dreiteiligen Split Jaw Verbinder selber herstellen.
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AutorMich8ael8 S.8, Eningen u.A. / Baden-Württemberg321512
Datum25.07.2020 19:455551 x gelesen
Hallo Pius,

ich verwende seit Jahren die preisgünstigen Massoth-Schienenverbinder. Sind zuverlässig und fallen kaum auf.

0005288-schienenverbinder-massoth-19mm-2
Bildquelle: Bertam Heyn


Macht's gut
Michael

Ehrenwertes Mitglied der Lasergang und der Kreativmeile
http://www.lasergang-shop.de
http://www.kreativmeile.eu


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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321516
Datum30.07.2020 16:435392 x gelesen
Hallo Michael.
Im GBF hatten wir schon mal eine riesen Diskussion und die Massoth Typen von Gleisverbinndern wurden dazumal unter anderem auch diskutiert.
21-11-2007 Thema Name: Waermeausdehnung der Gleise
Link zu GBF Posting


Wie schon frueher beschrieben, es gibt eine Unmenge von Gleiseverbinder und jeder Typ hat seine vor und Nachteile. Meine Ansicht ist dass man fuer Innenanlagen viele der Verbinder ohne Probleme verwenden kann. Bei Aussenanlagen sind die Bedingungen wesentlich haerter. Bei Aussenanlagen ist ein grosser Hitzeunterschied vorhanden Materialausdehnung ist somit ein Thema, Wasser Regen ist im Spiel und damit ist die Galvanische oxidation mitunter auch ein Thema, und vielmals wird das Geleise bei Aussenanlagen waehrend Wartungsarbeiten begangen somit ist die Statik sicherlich auch wichtig. Jederman muss nun fuer sich entscheiden ob ein Schienenverbinder fuer die eigene Anlage gut genug ist.

In der USA sagen wir " You get what you pay for" Du erhaelst fuer was du bezahlst. Der 1 Euro Preis per Massoth Schienenverbinder erlaubt nicht einen aufwendigen Schienenverbinder herzustellen. Im Vergleich, eine Split Jaw Clamp kostet 2.5$ und wenn ich rechne kostet mich nur schon das Material 0.65$. Die zwei 6-32 Chromstahlschrauben kosten gerade mal 0.05$. Die Kundenspezifischen Messing Teile sind was die Schraubverbinder teuer macht und im Vergleich hat eine Split Jaw Clamp wie ich sie verwende dann auch wesentlich mehr Messingteile.

Kurz ein paar Bemerkungen zum Massoth Verbinder wie ich das als alter Mechaniker Meister sehe. Jeder Mechaniker kennt die Faustregel dass ein Gewindeloch im Stahl gleich lang sein sollte wie der Nominalwert der Schraube. So fuer eine M3 Schraube sollte das Gewindeloch 3mm lang sein. Dies selbe Faustregel beschreibt auch dass fuer wesentlich weicheres Buntmetall wie Messing sollte das selbe Gewindeloch zwei mal laenger sein. Schade habe ich keinen Massoth Schienenverbinder, aber so vom Bild beurteilt denke ich dass das Messingteil mit dem Gewindeloch gerade mal ein paar zehntel dicker ist als der Schraubendurchmesser.

Well now, diese Faustregel gilt fuer Standart Schraubverbindungen in der nur Zug und Scherwirkung vorhanden sind. Und wie immer sitzt der Teufel dann im Detail. Im Fall der Massoth Verbinder wird eine Senkkopfschraube in einer eher unortodoxen Weise verwendet. Der Schraubenkopf beruehrt den Schienenfuss nur auf einer Seite und die 45Grad Flaeche bewirkt dass der Schienenfuss wohl irgendwie an das Messingteil gedrueckyt wird. Aber zur gleichen Zeit wird der ganze Schraubenkopf auch zur Seite gedruckt. Dank des 45Grad Senkkopfes resultieren 50% der Zugkraft zur Seite was nun das Gewindeloch in ungewohnter Weise extrem mehr belastet. Die Frage ist nun ob die Faustregel immer noch gueltigkeit hat. Im Schweizerdeutsch nennen wir diese Anwendung von Senkschrauben simply einen "Murgs", zumal Schrauben nicht fuer so eine Anwendung konstruiert sind.
Bei einer dreiteiligen Split Jaw Clamp wie ich sie verwende wird die ganze Zugkraft der Schraube nur auf den Schienenfuss wirken, es entsteht kein Seitendruck wie bei Massoth. Mit andren Worten, Die ganze Zugkraft der Schraubverbindung wirkt auf den Schienenfuss, der Geleisestrang wird wesentlich staerker eingeklemmt umfasst und damit entsteht eine wesentlich staerkere Verbindung, elektrisch und mechanisch.

Meine Rechnung die ich mache ist folgendermassen, je groesser die Anlaqge desto zuverlaessiger muessen alle Schraubverbindungen sein. In meiner Anlage werde ich 1000Fuss oder 304Meter Geleise verlegen und ich benoetige deshalb in etwa 750 zu 800 Stueck Schraubverbinder. Bei so vielen Verbindern waere es echt muehsahm irgendwo einem Strom Unterbruch zu finden.

Sorry wenn meine Beschreibung sehr detailiert ist aber wie gesagt ich bin mir bewusst dass der Unterschied im Detail zu finden ist.

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AutorMich8ael8 S.8, Eningen u.A. / Baden-Württemberg321517
Datum30.07.2020 21:005313 x gelesen
Hallo Pius,

sicher hast Du recht mit dem Hinweis aufs Detail. Allerdings sollte man auch den Anwendungszweck und die Dimension in Betracht ziehen. Bei den Ausmaßen deiner Schienenstrom-Anlage incl. der Möglichkeit die Schienen mal zu betreten, kann ich deine Argumentation nachvollziehen. Würde ich vermutlich dann ebenso machen.

Bei meiner, im Vergleich Mini-Anlage, dazu noch aufgeständert und mit Akkubetrieb komme ich gut mit den Massoths klar.

Mach's gut
Michael

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AutorMax 8M., Germany / 321518
Datum31.07.2020 14:215305 x gelesen
Moin.

Sehr hypothetisch abgehandelt, aber am Ende doch völlig unnötig.

Bei den Massoth Verbindern reißen eher die Schrauben ab als das da das Gewinde nachgibt. Zumindest ist das meine Erfahrung mit den knapp 500 Stück welche verbaut wurden.

Auch das klemmen, arretieren vom Profil und vor allem die Leitfähigkeit sind bei richtiger Montage nicht zu toppen. Wichtig ist nur, das beim Zusammenbau kein Krümelchen Dreck drinnen ist.
Ein bisschen von der Graphitleitpaste drunter, hält ewig....

Auch kann das aufgrund der Schrauben wie diese das Profil halten geringfügig arbeiten..

Und wenn doch mal nach tausenden Monden es häkelt, einfach mit dem Schraubendreher den Dreck aus dem Schlitz kratzen und ne viertel Umdrehung nachziehen. Das ist egal was man da nimmt, Buntmetall schwimmt mit der Zeit weg.

Auch wenn ich den Massoth Produkten ansonsten sehr skeptisch gegenüber stehe, die Verbinder sind uneingeschränkt zu Empfehlen.

Im übrigen noch folgende Anmerkung:
Mit dem LGB (u.a.) Gleisprofilen kann man so viel Strom transportieren, da wird selbst ein Atomreaktor neidisch. Spannungsverlust auf 300meter ist ein Witz.
Ich gehe auch mal von einem Ring aus, da erübrigt sich jegliche Diskussion dazu.
Da reicht EINE Einspeisung völlig aus.

Warum: Weil die meisten Leute nur denken sie haben ein Spannungsproblem!!!
Fängt an zu ruckel... Spannung reicht nicht....
Wir setzen mal voraus, das der Rad/Schiene Kontakt sauber ist und im Fahrzeug die Verbindung Rad/Decoder auch.
Häufigste Ursache hier sind falsch eingestellte Reglerwerte in den Decodern und /oder Rückwirkungen der Motorregelung in das Gleis.
Wer sich damit mal eingehend beschäftigt, kann bei manchem Booster-Schweisorgien-Verbau nur verzweifelt mit dem Kopf schütteln.

Ich habe am Anfang selbst auf Leitprobleme auf meiner Anlage getippt. Aber nach unzähligen Messungen unter verschiedensten Bedingungen musste ich feststellen, das der Verlust auf der 100m Ringbahn, wo nur eine Einzige Einspeisung (mit 2,5mm2) und die noch auf einem 10m Stichast vorhanden ist, am entferntesten Punkt mit Maximallast nur 0,25 Volt pp Verlust auftraten.
Sowas lässt sich natürlich nicht mit nem Baumarkt Messgerät feststellen. Oszi hilft da wesentlich weiter.
Aber was festzustellen war, das Gleissignal selbst wurde regelrecht verseucht , je nach Decoderhersteller bzw Fahrzeug(Motor). Also mal die Decoder bissl bearbeitet und entstört bis das Gleissignal sauber war und der Spuk war extrem minimiert.
Für alle die es interessiert, DIMO - Digitale Modellbahn, im Zeitschriftenhandel.

Der nächste Punkt waren die Reglereinstellungen in den Decodern. Nur zur Information, schlechte bzw. falsche Reglerparameter können den Strombedarf massiv steigen lassen.

Als letztes das Ergebnis:
Ringbahn, ca. 100m, 4 Loks (a2 Motore) gleichzeitig im Kreis fahrend mit je 7 oder 8 vierachsige Wagen, Spitzenlicht ein, Sound aus, Gefälle/Steigung 2,5% macht in der Summe 1,2Ampere insgesamt im Mittel!!!

So, das musste jetzt mal zu dem Thema hier raus.

Allen anderen viel Spaß beim Schweißen .
Max

(Nur reiche Leute können sich billige Lösungen auch wirklich leisten)

.

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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321519
Datum31.07.2020 22:085352 x gelesen
Hi Max,
Du schreibst: Sehr hypothetisch abgehandelt, aber am Ende doch völlig unnötig.
Mit generellen Rundschlaegen alles als Hypotetisch und unwichtig hin zu machen finde ich nicht cool. Fuer Mitleser waere es viel interesanter von Dir zu hoeren wo genau du andere Meinungen hast. Wenn ich dein Posting lese sehe ich dass Du viel ueber Probleme mit Stromversorgung schreibst, so woher oder was sind nun Deine Probleme?

Du schreibst: Und wenn doch mal nach tausenden Monden es häkelt, einfach mit dem Schraubendreher den Dreck aus dem Schlitz kratzen und ne viertel Umdrehung nachziehen. Das ist egal was man da nimmt, Buntmetall schwimmt mit der Zeit weg.

Wenn ich bei meinem Auto alle paar Monde alle Schrauben nachziehen muss ist es Zeit das Automobil einzutauschen. Bei Split Jaw Clamps werden die Schrauben nur auf Zug belastet und deshalb bleiben diese fest. Beim Massoth Verbinder entstehen Seitendruecke und wie Du beschreibst Bricht die Schraube manchmal weil diese nicht fuer solche Belastung (Murgs) konstruiert sind. Unten ein Bild das die Belastung und den Kraftverlauf zeigt, das bei Massoth und Split Jaw.

3h3yGlK.jpg

Du schreibst: Im übrigen noch folgende Anmerkung:
Mit dem LGB (u.a.) Gleisprofilen kann man so viel Strom transportieren, da wird selbst ein Atomreaktor neidisch. Spannungsverlust auf 300meter ist ein Witz.

Du hast schon recht dass ein LGB Geleisstrang viel Strom fuehren kann. Jeder Elektriker wird aber bestaetigen dass Stecker oder irgendwelche Verbinder meistens das Problem machen.

DuSchreibst: Der nächste Punkt waren die Reglereinstellungen in den Decodern. Nur zur Information, schlechte bzw. falsche Reglerparameter können den Strombedarf massiv steigen lassen.


ESU hat im Decoder eine Software welche alle Regelparameter automatisch einstellt, Vielleicht solltest Du mal einen ESU Decoder ausprobieren.


Du schreibst: Als letztes das Ergebnis:
Ringbahn, ca. 100m, 4 Loks (a2 Motore) gleichzeitig im Kreis fahrend mit je 7 oder 8 vierachsige Wagen, Spitzenlicht ein, Sound aus, Gefälle/Steigung 2,5% macht in der Summe 1,2Ampere insgesamt im Mittel!!!

Das mag vielleicht fuer Deine Loks stimmen, ich verwende meistens Sound und auch einen getakteten Rauchgenerator, so der Stromverbrach meiner Loks ist deshalb wesentlich hoeher.

Du Schreibst: So, das musste jetzt mal zu dem Thema hier raus.

Das toent fast als ob es fuer Dich wichtig war irgendwie Dampf abzulassen, ich frage mich ob das GBF der richtige Platz ist Dampf abzulassen. Fuer mich bevorzuge ich eine Diskussion zur Sache ohne irgendwelche persoehnliche Noten.
Pius

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AutorMich8ael8 S.8, Eningen u.A. / Baden-Württemberg321520
Datum01.08.2020 10:425477 x gelesen
Hallo zusammen,

hätte ich geahnt, was ich mit dem Hinweis auf Massoth auslöse, hätte ich besser geschwiegen. Es ist sicher nicht so wichtig, dass man sich gegenseitig in die Haare gerät. Da wünsche ich mir mehr Gelassenheit.

Es gibt ganz sicher zu jedem Thema verschiedene Ansichten und Lösungsansätze, welche auf den eigenen Gegebenheiten basieren. Verschiedene Wege und Meinungen führen nach Rom bzw. ins gelobte Land der Gartenbahner. Ob man mit hohem technischen Wissen im Hintergrund oder eher wie bei mir mit Versuch und Irrtum diesen Weg geht, bleibt sich gleich. Hauptsache es macht Spaß und man nimmt sich selber nicht allzu ernst. Das Leben ist ernst genug.

Kurz möchte ich noch zum Thema zurückzukommen. Bei meiner ersten Außenanlage, damals noch mit Schienenstrom, hatte ich tatsächlich mit der Zeit an den Standard-Verbindern Probleme mit der Stromführung. Stromleitpaste war nur kurzfristig eine Lösung und die Profile verlöten wollte bzw. konnte ich nicht. Nach einem Hinweis in der Gartenbahn habe ich dann durch die Original-Schienenverbinder und den Schienenfuß im zusammen gesteckten Zustand ein Loch gebohrt, Gewinde rein geschnitten und mit einer Schraube fixiert. War im Prinzip eine gute und billige Lösung, jedoch war logischerweise der Austausch von Gleisen etwas problematisch. Dann der Wechsel zu Massoth, die den problemlosen Ausbau oder Austausch von z.B. Weichen zulassen und die Profile nicht verändern, wie es bei meiner beschriebenen Lösung durch das Setzen der Bohrungen eben geschieht.

Wünsche euch ein schönes Wochenende
Michael

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AutorRein8hol8d B8., GeislingerSteige / 321522
Datum04.08.2020 21:365294 x gelesen
Ich kann die Argumente von Pius nachvollziehen, aber denke dabei an ganz andere böse Krafteinwirkungen, die häufiger Realität sind als dem Gartenbahner lieb...
Nämlich, daß Gleisanlagen auch betreten werden im wahrsten Wortsinn, sprich der freundliche menschliche Zweibeiner irgendwo drauf tritt. Grundsätzlich hält das Geleise das aus, wenn der Untergrund auch stabil trägt, aber trotzdem ist die Massoth-Verbindung für eine vertikal von oben stauchende resp. knickende Einwirkung m.E. bei z.B. meiner Kiesbettung da weniger geeignet als eine, die den Schienenfuß komplett umfasst und Kräfte anders weiterleitet im ungünstigen Ein-tritts-fall.
Ich verwende seit ca. 10 J. die leider nicht mehr erhältlichen Hillman-Railclamps (die quasi "schneidend" den Schienenfuß umfassen) und musste noch nie was nachziehen.
Mit Max gehe ich d´accord, was die additive Anwendung von Graphitpaste angeht und insbesondere die Zahl 1 der Stromeinspeisepunkte.

Have biG fun with biG trains !!

Reinhold

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AutorMich8ael8 S.8, Eningen u.A. / Baden-Württemberg321524
Datum06.08.2020 21:455197 x gelesen
Hallo Reinhold,

was bin ich froh, dass ich keine Stromeinspeisepunkte mehr brauche. :-)

Schönen Abend noch
Michael

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AutorPius8 J.8, Arizona / USA321527
Datum11.08.2020 18:445348 x gelesen
Eigentlich hatte ich absolut keine Lust nochmals eine Serie von Schienenverbindern herzustellen, und deshalb habe ich diesesmal nach einem Weg gesucht meine naechste 100er Serie nochmals mit weniger Aufwand herzustellen. Im Vergleich zu frueher fand ich beim gewindeschneiden als auch beim Abtrennen der einzelnen Messingteile einen Weg dies viel effizienter zu machen.

Wenn man eine orginal Jaw Clamp anschaut findet man am Grossen Messingteil eine kleine Kerbe, auf dem Foto unten mit der Bleistift Spitze gezeigt.
x2r2ORy.jpg
Diese kleine Kerbe bei den Orginal Split Jaw Clamps zeigt dass beide Messingstraenge zusammengeschraubt werden, das vor dem trennen mit dem Scheibenfraeser. Zumal das Messingprofile nun zwei mal dicker und staerker ist kann man mit viel hoeherem Vorschub arbeiten. Ein einzelnes 6x8mm Profil biegt durch beim fraesen, es entstehen grosse Viberationen waaehrend dem abtrennen. Jeder Mechaniker weiss was passiert wenn man ein lang herauslagendes dunnes Metall Profil bearbeiten will, das ist echt muehsahm.
vCOxNel.jpg
Der erste Schnitt mit der Schreibenfraese trennt nur die kleinen Klemmbacken. Der zweite durchgehende Schnitt trennt den ganzen Schienenverbinder vom Strang. Diese Vorgehensweise beim Trennen erspart 30 bis 40% an Zeit. Frueher habe ich immer beide Seiten seperat abgetrent. Irgendwie hatte ich eine Angst dass beim trennen der Kleineren Klemmbacken diese sich drehen den 1mm Scheibenfraeser vielleicht einklemmen und zerstoeren. Well, nach einem Test war klar dass dies nicht so ist, und das sogar wenn die Schrauben nur mit einemn Schraubenzieher angezogen werden.
RzpTzyO.jpg

Auch beim gewindeschneiden ist es recht hilfreich wenn man die beiden Profile zusammenschraubt. Die Loecher mit 0.1mm groesseren Loch als das Gewinde kann man gleich mal als Fuehrung verwenden sodass alle Gewinde dann nach dem schneiden auch winklig sind.

QYMeFwK.jpg




Hier noch eine Erklaerung wiso ich so Versessen bin dass Schienenverbinder auch wirklich halten. In meiner Werkstatt Bearbeite ich viel Metall und auch Holz, ich bin unteranderem ein angefressener Drechsler. Unten zwei Bilder von Drechsler Arbeiten wie man sie in meiner Werkstatt findet. Die Mundstuecke sind fuer mein Alphorn. Fuer eine Zeitlang hatte ich die dumme Idee dass es ein Supermundstueck gibt dass mir hilft ein besserer Alphornblaeser zu werden. So ich habe fast 200 Mundstuecke mit allen moeglichen Variationen hergestellt nur um zu lernen dass das Mundstueck wochl wichtig ist aber ein guter Alphornblaeser wird man nur mit viel Uebung.
tcRJ07z.jpg
Fuer mein Alphorn mache ich meine eigenen Mundstuecke.
2YUXtLY.jpg
Und wie das halt so ist in einer richtigen Werkstatt, der Boden muss regelmaessig gewischt werden um all die Spahne zu entfernen. Dummerweise ist in der Wekstatt seit Jahren auch ein Ovales Testgeleise aufgestellt um all meine Loks zu testen. Beim Wischen muss ich jeweils das Geleise anheben und in der Vergangenheit haben sich einzelne Schienenverbinder immer wieder geloest.
ya1TVtT.jpg
Die konstanten Reperaturen an meinem Testgeleise haben mir das Gefuehl gegeben dass meine Schienenverbinder nicht gut genug sind. Vor einem halben Jahr habe ich dann alle Verbinder am Testgeleise nachgearbeitet und seither hat sich niemals ein Verbinder geloest. Heute sind alle 800 schienenverbinder mit den selben Abmassen und ich habe das gefuehl dass ich dann auf meiner Aussen Anlage auch weniger Probleme finden werde. Unten eine Zeichnung fuer die Schienenverbinder mit allen Abnassen wie ich sie heute verwende.
DBqlU1Z.png

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AutorMich8ael8 S.8, Eningen u.A. / Baden-Württemberg321528
Datum12.08.2020 17:375253 x gelesen
Hallo Pius,

ich bewundere dein Wissen über Material und Verarbeitung und beneide dich um deine maschinelle Ausstattung. Wobei mir natürlich klar ist, dass auch die beste Ausstattung langjährige Erfahrung nie ersetzen kann. Auf jeden Fall weiß ich, wo ich bei Bedarf nachfragen kann :-)

Mach's gut
Michael

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 19.06.2020 01:06 Pius7 J.7, Arizona
 19.06.2020 10:12 Hors7t L7., Bregenz
 19.06.2020 15:44 Pius7 J.7, Arizona
 19.06.2020 18:41 Hors7t L7., Bregenz
 19.06.2020 21:50 Pius7 J.7, Arizona
 20.06.2020 10:30 Hors7t L7., Bregenz
 25.06.2020 08:12 Rein7hol7d B7., GeislingerSteige
 28.06.2020 10:31 Knut7 S.7, Ontario
 25.07.2020 05:53 Pius7 J.7, Arizona
 25.07.2020 14:44 A G.7, Lindlar
 25.07.2020 18:31 Pius7 J.7, Arizona
 25.07.2020 19:45 Mich7ael7 S.7, Eningen u.A.
 30.07.2020 16:43 Pius7 J.7, Arizona
 30.07.2020 21:00 Mich7ael7 S.7, Eningen u.A.
 31.07.2020 14:21 Max 7M., Germany
 31.07.2020 22:08 Pius7 J.7, Arizona
 01.08.2020 10:42 Mich7ael7 S.7, Eningen u.A.
 04.08.2020 21:36 Rein7hol7d B7., GeislingerSteige
 06.08.2020 21:45 Mich7ael7 S.7, Eningen u.A.
 11.08.2020 18:44 Pius7 J.7, Arizona
 12.08.2020 17:37 Mich7ael7 S.7, Eningen u.A.
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