Thema: LGB / Die Story ist wohl noch nicht beendet.
Autor: Pete8r D8. Datum: 15.02.2007 18:31
Hallo zusammen
Ich denke es ist nicht richtig, solche Transaktionen mit Markenrechten kategorisch als kriminell oder unlauter zu verurteilen. Ich kenne einige Unternehmen, vor allem aus dem Maschinenbau, die ihre Markenrechte in eine andere Firma verschoben haben um die Marke bei einem allfälligen Konkurs zu schützen. Zumindest in der Schweiz ist es so, dass der Name eines Unternehmen welches im Rahmen eines Konkurs (Insolvenz) verwertet (liquidiert) wurde, bei einer Neugründung eines Nachfolgeunternehmens nicht mehr verwendet werden darf. Für viele Konkurs gegangene Familienunternehmen wo der Name über die Jahre zur Marke wurde wäre ein Neustart noch schwieriger, wenn die Marke gleichzeitig mit dem Unternehmen untergegangen wäre.
Ferner denke ich, ist es nichts Besonderes wenn ein Unternehmen die Markenrechte fast für die ganze Welt besitzt. Dies heisst ja nicht, dass niemand anderes mit dieser Marke was tun darf, zu diesem Zweck können die Rechte zur Nutzung einer Marke in einem bestimmten Markt ja mittels Lizenzen gesichert werden. Letztendlich behält eine Marke ja auch nur ihren Wert wenn sie lebt, also ist jeder Markeninhaber daran interessiert dass die Marke auch wirklich gebraucht wird. D.h. ist der Markeninhaber nicht selber in der Lage einen Markt zu bearbeiten, z.B. Europa, ist er ?gezwungen? seine Markenrechte über Lizenzen anderen Unternehmen zu überlassen.
Fazit: Ich denke die aktuelle Konstellation bezüglich der Markenrechte rund um Lehmann ist nicht wirklich problematisch für den Fortbestand der Firma. Mich beunruhigt viel mehr die Tatsache, dass ein so kleines Unternehmen solange braucht um nach einer Insolvenz wieder voll zu funktionieren und dies hat meines Erachtens sehr viel mit Führung zu tun?..
Grüsse Peter, zurzeit in den eisigen USA
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