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Thema: Ein paar Gedanken zu LGB® (war Nürnberger Zeitung)
Autor: Clau8s P8.
Datum: 26.04.2007 07:54

Wenn es tatsächlich so ist, daß ein britischer Finanzinvestor mit Hilfe seiner Bank nur den Namen übernehmen möchte, dann bliebe vom Standort Nürnberg in diesem Fall nicht mehr als ein reines Entwicklungs-, Vertriebs- und Servicezentrum. In diesem Fall würde es auch Sinn machen, Lösungen zum Erhalt des Ganzen zu torpedieren. Denn jeder Tag, an dem das Unternehmen ein Stück weiter in den Graben fährt, wäre im Sinne dieses \"Investors\".

Auch, wenn dies einige nicht hören wollen, aber LGB® hat selbst dafür den Boden bereitet. Mit seiner Produktpolitik, insbensondere der Auslagerung von Produktionsteilen nach China, hat man doch im Kleinen vorgemacht, was jetzt nur seine konsequente Fortsetzung fände.

Dadurch, daß man jahrelang die Wünsche der Kunden ignoriert oder als Meinung weniger Forenschreiber abqualifiziert hat, hat man sich selbst die Möglichkeit genommen, über die Kunden einen Hebel gegen die Übernahme anzusetzen.

Einmal angenommen, die letzten 20 Jahre wären anders gelaufen.


  • Es hätte keinen eXtra-Shop gegeben.

  • Fahrzeuge würden ausschließlich weiter aus Luran-S gefertigt.

  • Es wären wirklich Modelle und nicht oftmals nur Spielzeug zu Modellpreisen produziert worden.

  • LGB® hätte auf seine Kunden gehört.

  • Bei der Auswahl des Vorbilds hätte man auch Fahrzeuge gewählt, die sich maßstäblich verkeinert auf kleinen Radien fahren lassen.

  • Kurzum, man hätte eine qualitativ hochwertige Modellbahn für Gartenbahner gefertigt.



Möglicherweise wäre man erst gar nicht erst in die jetzige Situation reingeschlittert. In jedem Fall aber hätte man jetzt eine Kundschaft, die sich mit aller Macht gegen eine Verlagerung der Produktion und die wahrscheinlichen Folgen für die Qualität stemen würde.

Was ich derzeit vermisse, das ist ein Aufschrei der Empörung der Kunden. Klar, gemotzt wird in den Foren. Aber das war schon immer so. Egal zu welchem Thema. Ein offener Brief an die sabotierende(n) Banken und den britischen Finanzinvestor würde mehr Wirkung zeigen. Vorausgesetzt, es würde eine deutliche Mehrheit der Kunden mitmachen.

Dem \"Investor\" müsste klar sein, daß eine Verlagerung der Produktion und Abstriche bei der Produktqualität von den Kunden nicht hingenomen würde. Wenn die Voraussetzungen so wären, wie sie leider nicht sind.

Denn so, wie jahrelang bereits der Murks aus dem Nürnberger Patentwerk am Ende doch geschluckt wurde, werden die meisten am Ende doch wieder LGB® kaufen. Auch wenn dies nur noch ein Name ist, der mit dem Unternehmen von einst nichts mehr zu tun hat.

Wetten?




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