RubrikRollmaterial - Loks zurück
ThemaHeidi mit dem Original verglichen38 Beiträge
AutorBern8d S8., Regensburg / 276558
Datum22.12.2005 20:28      MSG-Nr: [ 276558 ]19181 x gelesen

Hallo in die Runde!

Hiermit will ich kurz ein (hoffentlich objektives) Bild der Heidi aus Nürnberg abgeben:



Abmessungen



Treibräder:



Original = 1050mm // 1:22,5 = 46,67 // Modell 37,5mm ????

Vorlaufrad = 700mm // 1:22,5 = 31,11 // Modell 30,7mm



Achsbstände:



Vorlaufrad 1.Antriebsachse

Original = 2100mm // 1:22,5 = 93,33 // Modell 102mm



1. zu 2. Antriebsachse

Original = 1250mm // 1:22,5 = 55,56 // Modell 45mm ????????



2. zu 3. Antriebsachse

Original = 1350mm // 1:22,5 = 60,0 // Modell 53,5mm



LüP:

Original = 8434mm // 1:22,5 = 374,84 // Modell 370mm





Laufeigenschaften:



Langsamfahrt ist mit dem eingebauten Decoder nicht möglich. Die Lok fährt selbst mit geänderten CV?s so schneller als eine Ge 4/4II !



Die Vmax liegt in etwa so hoch wie bei einer G44/4II obwohl das Vorbild nur ca. halb so schnell ist.



Da die Maschine extrem hecklastig ist (man versuche einmal die Lok vorne am Puffer und hinten am Puffer hochzugheben) sind die Laufeigenschaften beim Rückwärtsbetrieb absolut indiskutabel.



Die Kupplung vorne gehört nicht an den Vorläufer. Beim Rückwärtsbetrieb wird der Vorläufer hochgehoben und das Rad dreht sich nicht mehr. Im Zeitalter moderner Kontruktionen muss so etwas heute nicht mehr sein. Warum man die gleichen Fehler der Spreewald und Ge2/4 wiederholt ist wohl ein Firmengeheimnis





Optik:



Die Laternen haben mit dem Vorbild nur das gemeinsam, dass aus ihnen Licht kommt.



Der Rangiertritt neben den Zylindern ist so entstellt, dass sich jeder Rangierer, sofern er sich dort befindet in Lebensgefahr begibt. Vielleicht hätte man das Teil als vollwertige Version belegen können.



Die Zylinder sind im Original in etwa bündig mit dem Umlauf. Beim Modell stehen diese ca. 5mm über (mal 22,5 macht das ca. 11cm!)



Die Wasserhähne am Wasserkasten sind total überdimensioniert, wie die Bremserschläuche und die meisten Griffstangen!



Bei den Puffern hat man in die firmeneigen Kiste gegriffen und wieder einen bei der RhB nie verwendeten Puffer verwendet (weder Stammnetz noch Bernina)



Das Gestänge ist an ?Unproportioniertheit? (falls es das Wort geben sollte) nur noch durch die Mikado und die Harzquerbahnloks zu überbieten und hat mit dem Vorbild fast nichts zu tun. Es entspricht eher dem eine Baureihe 01 (vielleicht Neuheit 2006 aus dem Hause . . . zum Jubiläum).



Mit einem besonderen optischen Schmankerl hat man die Rückseite des Modells (sofern man davon sprechen kann) entstellt:

Die von niemand wirklich gebrauchte Lichtsteckdose, welche beim Original nie vorhanden war und auch technisch seit sie von ... eingebaut wird überholt ist.



Die Beschilderung ist nicht erhaben - das können die Remshaldener sowohl beim Fabrikschild, als auch bei der Betriebsnummer besser!



Im Stehkessel ist ein Schalter; wofür der in der originallok sein soll kann mir wohl niemand sagen.



Die Anleitung schweigt sich über Dingen wie die F5 Taste aus (siehe vorhergehende Beiträge im Forum). Wie man die Lokeinstellung verändern kann, damit die Lok langsam fährt - darüber schwigt sie sich auch aus.



Preis:



Vergleicht man die Lok mit der Spreewald (in etwa gleiche Größe und Aufwand, sowie identisches Fahrwerk) und der Nicki + Frank S. so muss man sagen, dass die G3/4 um ca. 70 ? zu teuer ist. Und das bei derart vielen technischen sowie optischen Fehlern bei einer Neuentwicklung!





Fazit:



Eine G3/4 hat nun mal kein Spreewald-Fahrwerk (ersichtlich am eingravierten Datum am Getriebe (1988)). Mit Modell hat diese Lok nun wirklich bis auf die Achsfolge und die Farbgebung nichts zu tun ? es handelt sich eher um eine Spielbahnlok passend zu LCE und BR101. Die Lok passt sehr gut zum C2012 der außer einer falschen Länge/falschen Fenstern, den überdimensionierten Dachhaltern an den Bühnen und dem viel zu breiten Rahmen auch nicht wirklich als Modell zu bezeichnen ist. Beim C2012 kommen noch die bei weitem nicht komplette Inneneinrichtung (fehlende Haltestangen/Gepäcknetze), die schlechten Laufeigenschaften im Schiebebetrieb, die fehlende Bremsentlüftung, sowie die Kunststoffradsätze zu tragen.



Nun die Firma wirbt ja nun seit neuestem beim Regelspur Bim auch mit dem Werbeslogan des schwäbischen Hersteller: "mit Liebe zum Detail" - Die Liebe und die Details konnte ich bei dieser Kreation leider nicht erkennen!!



Viele Grüße

B. Skibowsky


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