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ThemaPiko 37120 BR 80 Digitalisieren1 Beitrag
AutorPius8 J.8, Arizona / USA321550
Datum11.09.2020 19:28      MSG-Nr: [ 321550 ]304 x gelesen

Seit Wochen war ich draussen mit dem bau der Gartenanlage beschaeftigt und ich benoetigte eine Pause von all der harten Schufterei. Eine meiner Loks auf DCC umzubauen war dann eine wilkommene Abwechslung.
Vor ein Paar Wochen habe ich im E-Bay Deutschland eine Piko 37120 BR80 ersteigert. Es ist immer wieder erstaunlich wieviel guenstiger Modellbahnen in Europa sind. Die BR80 hat gerade mal $270 gekostet das inklusive shipping, hier in der USA bezahle ich fuer die selbe Lok 400 bis 500$
Piko produziert alle moglichen Variationen der BR80, nur die 37120 hat schon von Anfang an Schubstangen mit einer helleren Farbe und der roten einfaerbung. Die 37120 ist mit Analog Sound ausgestattet, so ganz sicher war da schon ein Platz fuer den Lautsprecher vorgesehen was meine Arbeit einfacher macht.
Um die Lok zu digitalisieren war es noetig die Kabine als auch den Kessel zu entfernen. Im Vorderteil des Kessels ist eine Befestigungsschraube die schwer zu finden ist. Um Zugang zu dieser Schraube zu finden muessen zuerst etliche Teile entfernt werden.
Sobald dann der Kessel entfernt ist zeigt sich folgendes Bild.

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Als naechstes wollte ich den ganzen Kabelbaum mit allen Modulen als ganzes entferenen sodass dies verschenkt oder verkauft werden kann. Unten ein Bild das dann den ausgebauten Analog Sound zeigt.
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Einige der Kabel waren professionell and den Klemmen montiert, andere waren immer noch mit verzinnten Kabelenden eingeklemmt. In der Vergangenheit habe ich schon einiges geschrieben wiso man nicht verzinnte Kabelenden einklemmen sollte, so ich werde deshalb nichts dazu schreiben. Unten ein Bild einerperfecten Schraubverbindung.



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Der orginal Lautsprecher ist ziehmlich aehnlich in den Abmassen wie der Visatone FRS5, leider gibt es keine Markierungen vom Hersteller. Zumal Visatone Lautsprecher immer guten Sound bringen war schon klar dass ich wieder einen Visatone Lautsprecher einbauen werde.
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Als naechstes wurde der neue ESU V5 XL decoder eingebaut. Wie immer habe ich plastik Stuezzen und Schrauben verwendet um keinen Kurzschluss zu machen.
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Beim Testen des Piko Analog Sounds habe ich festgestellt dass bei langsahmer Fahrt jeweils nur ein Dampfschlag per Radumdrehung zu hoeren ist. Bei mittlerer Fahrgeschwindigkeit sind dann jeweils zwei Dampfstoesse per Radumdrehung zu hoeren. Eine echte Zweizylinder Lok hat aber immer vier Dampfstoesse per Radumdrehung. Als angefressener Mechaniker stimmt das Bild nicht wenn der Sound nicht Radsynchron ist. Deshalb verwende ich bei all meinen Dampfloks Radsynchronen Sound. Auch bei dieser Lok habe ich mich entschieden einen Magnet Sensor im Getriebekasten einzubauen. Fuer den Magnetsensor verwende ich wie ueblich den TO92UA oder US2881EUA Magnetic Switch.
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Nach dem entfernen des Deckels am Getriebekasten war gleich klar dass es schwierig ist einen Sensor einzubauen. Die Zahnraeder an den zwei Achsen waren nicht mit dem ueblichen 19.5mm Diameter, dieses mal ist der Zahnrad diameter nur 16.5mm. Der geteilte Ring mit den vier Magneten darf nie groesser sein als das Zahnrad aud der Achse, so fuer diese Lok musste ich einen neuen Ring mit den vier Magneten herstellen. Bei einem Magnetring mit 19.5mm Durchmesser war es schon schwierig vier Magnete und zwei Schrauben zu plazieren, nun der wesentlich kleinere Durchmesser hat mich gezwungen all die sechs Teile noch naeher zu plazieren.
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Am Ende hat es dann doch noch geklappt und ich konnte einen kleineren zweiteiligen Magnetring herstellen. Bei LGB Loks verwende ich manchmal Magnetringe die aus einem Stueck gefertigt sind, jedoch muss ein Rad entfernt werden um diesen Ring auf der Achse aufzupressen. Bei dieser Piko Lok sind die Raeder aus Alu Vacuumguss hergestellt und die Achsen sind in einem Sackloch eingepresst. Zumal die Achsen im Sackloch eingepresst sind ist es schwierig Raeder von der Achse zu trennen. Vermutlich wird es echt schwierig das Rad wieder identisch zu montieren zumal die Kurbelzapfen an den Raedern genau 90 Grad versetzt sein muessen. Ich hatte keine Lust mich da mit Experimenten zu beschaeftigen und deshalb konstruierte ich einen zweiteiligen Ring der ohne ein Rad zu demontieren einfach befestigt werden kann.
Nachdem der Magnetring und der Sensor eingebaut waren ergab sich folgendes Bild.
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Nachdem der Sensor eingebaut war konnte ich noch alle Kabel am ESU Decoder anschliessen. Die LED's fuer die Lichter waren etwas ungewohnt zumal Piko bei dieser Lok 5mm LED's verwendet. Zumal diese Lok von Piko als pure Analog lok ausgelegt wurde ist in der Kabine kein Licht vorhanden, ich habe dann schnell eine SMD LED eingebaut.
Obwohl ich meine Loks nur in DCC Mode fahre, habe ich ein Potenziometer eingebaut das erlaubt die Lautstaerke des Soundes zu regulieren, das ohne dass die Lok am Programiergeraet angeschlossen ist. Um diese Option am Decoder anzuschliessen muessen drei Kabel am Decoder angeloetet werden. Das dazugehoerende 100K Potmeter habe ich in der Rauchkammewr untergebracht. Aus schwarzem Delerin habe ich ein Halter gedreht der genau in die Rauchkammer passt. Die front Abdeckung des Kessels ist nur aufgesteckt, erlaubt dann leichten Zugriff zum Potmeter.

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Nachdem alle Kabel angeschlossen waren konnte ich die Lok auf meinem Rollprueffstand programieren. Ungleich zu frueher als ich mit einzelnen CV Werten die Lok programierte macht es heute echt spass die lok mit dem ESU Programmer zu programieren.

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Als letztes habe ich dann die Scheinwerfer noch ein bischen ansehnlicher gemacht indem ich kleine Chromstahl Ringe angebracht habe. Zumal die Piko Scheinwerfer im Vergleich zu LGB eher kleiner sind war es noetig diese Ringe feiner filigraner zu gestalten. Am Ende habe ich Ringe hergestellt die gerade mal eine Wandstaerke von 0.3mm hatten.
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Ich denke dass diese kleinen Details das Aussehen der Lok verbessern.
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Und wieder ist ein Projekt abgeschlossen und als naechstes werde ich vermutlich meine Garratt mit DCC nachruesten und auch ein Beschrieb dazu hier im Forum machen.

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 11.09.2020 19:28 Pius7 J.7, Arizona

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