RubrikSoftware zurück
ThemaRocrail: Steuerung per WLAN5 Beiträge
AutorJoha8nne8s B8., Rösrath / Deutschland316294
Datum07.10.2011 23:01      MSG-Nr: [ 316294 ]6627 x gelesen

Hallo Michael,
vorneweg, die Steuerung via WLAN ist nicht die einzige Steuerungsart von Rocrail. Insbesondere im Bereich der kleineren Spuren wird die PC-Steuerung sicher der Hauptanwendungsbereich sein.

Aber für uns ^Gartenbahner dürfte die Steuerung per WLAN am interessantesten sein. Ich will daher mich auf die dazu notwendigen Komponenten beschränken.

Hardware: Du brauchst einen PC mit geringen Anforderungen, der als "Server" dient. Das kann ein Windows-PC. ein MAC oder auch ein Linux-PC sein, ich setzte ein 10 Jahre altes Notebook dafür ein. Wichtig bei diesem PC ist, dass Du eine Verbindung zu Deiner Digitalzentrale herstellen kannst und das der PC eine Netzwerkschnittstelle (egal ob intern oder extern) besitzt. Bei mir wird die Verbindung vom Server-PC zu meiner Lenz Zentrale LZV 100 über das Lenz-USB-Interface hergestellt. (Diese Verbindung ist immer zentralenspezifisch, Massoth hat z.B. eine serielle Schnittstelle eingebaut, die mit der seriellen schnittstelle des PCs verbunden werden kann.)
Dann brauchst Du, wenn Du rocrail einsetzen willst, natürlich eine Digitalzentrale, die von Rocrail unterstützt wird. LGB MZS wird nicht unterstützt, Lenz, Massoth, Intellibox werden unterstützt. Was genau unterstützt wird, ist auf der Rocrail-seite www.rocrail.net nachzulesen.
Netzseitig brauchst Du die Verbindung vom PC zu einem WLAN-AP/Router, bei mir steckt in meinem Notebook eine externe WLAN-Karte und ich habe einen eigene Router für meine Gartenbahn, der keinen Zugang zum Internet hat. (Für Fahrtag empfiehlt sich hier ein möglichst offenes System !). Ob der Router DHCP macht oder Du mit statioschen IP-Adressen arbeitest, bleibt Dir überlassen.
Das Programm Rocrail, das Du aus dem Internet runterladen kannst, installiert zwei Programme auf dem PC, Rocrail.exe (der Server) und Rocview.exe (die GUI / Bedienoberfläche).
Rocrail.exe läuft bei meinem Windowsrechner in einer DOS-Box, braucht also wirklich wenig Rechnerfähigkeiten und -leistung.
Die Bedienoberfläche Rocview.exe stößt bei meinem Notebook (Celeron 600 mit 178 MB RAM und Windows 2000 als Betriebssystem) schon an die Leistungsgrenze des PC, hier sind beim Laden des Programmes deutliche Wartezeiten einzuplanen. Auf eine Netbook mit Atom-CPU und 1 GB RAM gibt es absolut keine Ladezeitprobleme.

Mit Rocview erstellst Du Deinen Gleisplan, legst Loks und Fahrstraßen an und bindest Weichen und Rückmelder in Deinen Gleisplan ein. Also hier der Part "Erstellung". Dieser Teil geht auch nur mit Rocview, im Gegensatz zur "Steuerung".

Hast Du also den Rocrail-Server eingerichtet und Deinen Gleis-/Steuerungsplan erstellt, kannst Du ans Fahren gehen. Hierzu muss auf dem Server-PC der Rocrail-Server Rocrail.exe laufen, während die Bedienung (Rocview.exe) zwar auch auf diesem PC laufen könnte, aber in der Regel auf abgesetzten, per WLAN angebundenen Geräten läuft.

Diese abgesetzen Geräte können z.B. ein Smartphone oder ein Tablet mit Android-Betriebssystem (ab Version 1.6), ein iPad, iPhone/iPod oder ein Tablet-PC sein. auf einem Windows basierten Tablet-PC (oder MacAir) wird das Bedienprogramm (GUI = Graphic User Interface) der programmanteil Rocview sein, für Android-Systeme und die oben aufgeführten Apple-Systeme gibt es speziell angepaßte Apps.
Jetzt mußt Du nur noch dieses abgesetzte Gerät in das oben angeführten WLAN-Netz einbinden und mit dem PC, auf dem Rocrail.exe läuft, verbinden. Dann wird dein Gleisplan mit allen Daten auf dieses Gerät geladen und Du kannst fahren.
Das wars eigentlich. Hauptproblem ist meisten nicht Rocrail sondern das Einbinden der abgesetzten Geräte in das Netz und die Anbindung dieser Geräte an den Server-PC, also reine Netzwerkadministration.

Ein Wort zu den Kosten:
Server-PC kann ein abgelegter PC oder Notebook sein, wichtig ist, er muss die verbindung zur Zentrale herstellen können und Netzwerkanschluss bieten.
WLAN Router: auch hier tut es ein abgelegter. Eine Fritzbox etc. ist wirklich nicht nötig!
Abgesetztes Gerät: wer ein iPhone oder Android-Handy (ab Version1.6) hat, braucht nicht anderes, ein iPad ist natürlich Luxus (aber "es war schon immer ein bißchen teurer, einen guten Geschmack zu haben" / Attica-Werbung) aber für mich unverzichtbar. befreundete gartenbahner nutzen ein Android-Pad der 100 EUR Klasse (und haben ihre Massoth-Funkhandregler wieder abgestoßen).
Rocrail (Rocrail.exe und Rocview.exe) sind open source und damit kostenfrei. Eine Spende von 10 EUR pro Jahr wird gerne gesehen.
Apps für Apple kosten m.W. aktuell 10 EUR, Apps für Android sind zwar kostenfrei, verlangen aber für den Betrieb einen gültigen Spendenschlüssel, den man eben für die besagten 10 EUR / Jahr erhält. Ich hatte ja schon anfangs erwähnt, dass WLAN nicht der Ursprung von Rocrail ist. Die Android-App ist also ein Goddy (Bonbon) für diejenigen, die das Projekt durch eine Spende unterstützen. Apple will Geld für die Bereitstellung einer App, daher ist die Apple-App kostenpflichtig.

Über das Erstellen einen Gleis-/Steuerungsplans mit Rocrail habe ich hier bewußt nicht geschrieben, dazu solltest Du die Wiki-Doku, hier speziell die ersten Schritte lesen und abarbeiten. Auch ist ein Mitlesen im Rocrail-Forum empfehlenswert.

Wenn Du weitere Fragen hast oder noch etwas unklar ist, nur heraus damit. bitte dann auch per mail anmorsen, da dieses Forum nicht mein Hauptforum ist (wie ich in anderm Beitrag schon geschrieben habe) und ich sonst deine Fragen ggf. nicht bemerke.

Schöne Grüße
Johannes



Beitrag inhaltlich zustimmen / ablehnen

 antworten>>
flache AnsichtBeitrag merkenalle Beiträge als gelesen markieren
Beitrag weiterempfehlen

 07.10.2011 21:52 , Eningen u.A. TrainControl (Freiwald) mit SmartHand
 07.10.2011 23:01 , Rösrath
 07.10.2011 23:13 , Leipzig
 07.10.2011 23:20 , Rösrath
 08.10.2011 10:29 , Eningen u.A.
 08.10.2011 11:07 , Rösrath

0.013


Rocrail: Steuerung per WLAN - Gartenbahn-Forum / © 1996-2016, www.jmayer.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt